Laut Gesetzgeber ist eine Person dann pflegebedürftig, wenn sie aufgrund von körperlicher, geistiger oder seelischer Krankheit oder Behinderung in erheblichem Maße Hilfe bei den gewöhnlichen, regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen des täglichen Lebens benötigt.

Häusliche Pflege wird in einem Haushalt erbracht und umfasst die Hilfeleistung zum Beispiel bei der Mobilität, Ernährung, Körperpflege oder auch bei der hauswirtschaftlichen Versorgung. Die Pflegegrade regeln den jeweiligen Pflegebedarf. Abhängig von den Pflegegraden und einer möglicherweise diagnostizierten Demenz, stehen bei der Beauftragung eines ambulanten Dienstes monatliche Pflegeleistungen zur Verfügung.

Freundlichkeit und Wärme geben den Pflegebedürftigen ein Gefühl von Sicherheit und helfen, die Hilflosigkeit und sogar körperliche Beschwerden besser zu ertragen. Der Mensch steht für uns im Mittelpunkt. Wir erarbeiten mit Ihnen, Ihrem Arzt und Ihrem Therapeuten ein individuelles Pflegekonzept. Der Umfang ergibt sich aus dem im Pflegegrad festgelegten Hilfebedarf. Dieser wird beim Erstbesuch unserer Pflegefachkraft in Ihrem Haushalt individuell festgelegt. Bei diesem Besuch geht es neben dem Kennenlernen um die Feststellung des persönlichen Hilfebedarfes. 

Die meisten Menschen, die pflegebedürftig werden, möchten wenigstens ihre vertraute Umgebung behalten. Der ambulante Pflegedienst ist genau darauf ausgerichtet, diese Lebensqualität zu erhalten. Wir versorgen alte, kranke und behinderte Menschen in ihrem eigenen Zuhause. Mobile Dienste ergänzen oder ersetzen die häusliche Pflege durch Angehörige oder anderes ehren­amtliches Personal.

Ambulante Pflege ist sinnvoll, wenn die Wohn­situation eine angemessene Pflege räumlich zulässt, oder ggf. den veränderten Bedürfnissen des Pflegebedürftigen angepasst wurde. Wenn der Pflegebedürftige noch alleine leben kann, oder mit Angehörigen zusammen lebt, können sie zusammen mit dem Pflege­dienst die Versorgung sicherstellen. Um – evtl. in Kombination mit der Tagespflege oder Kurzzeit­pflege – den Umzug in eine stationäre Einrichtung zu vermeiden oder hinaus zu schieben. In der ambulanten Pflege unterscheidet der Gesetz­geber zwischen Pflegeleistungen der Grundpflege und Leistungen der Behandlungspflege.

Hierzu zählen Körperpflege (Waschen, Baden, Duschen sowie Haar-, Mund-, Zahn- und Nagelpflege), Unterstützung beim An- und Auskleiden, Lagern und Betten, Nahrungsaufnahme, Mobilisation (Mindest­einsatzdauer: 15 Minuten), Hilfe bei Behörden­gängen und Arzt­besuchen, Beheizen des Wohn­bereiches, Einkaufen, Zubereitung von Speisen, Reinigen der Wohnung sowie Wäsche und Pflege und Kleidung.

Die anfallenden Betreuungs­leistungen richten sich nach dem Pflege­vertrag, der aufgrund des Hilfe­bedarfes geschlossen wurde. Die Kosten werden entsprechend mit den Versicherungen abgerechnet.

Sie beinhaltet Leistungen, die ausschliesslich nach ärztlicher Verordnung durch den Haus- oder Facharzt geleistet werden. Dies ist dann der Fall, wenn der Pflege­bedürftige aufgrund seiner Erkrankung, behandlungs­pflegerische Maßnahmen nicht selbst, und auch kein Angehöriger diese ausführen kann. Die Verordnung muss von der Kranken­kasse genehmigt werden. Zu diesen Leistungen gehören beispielsweise Verbandswechsel, Injektionen, Blutdruck- und Blutzuckerkontrolle, Wundversorgung, medizinische Einreibungen und Medikamenten­kontrolle oder die Gabe von Augen­tropfen.

Unsere Leistungen rechnen wir direkt mit der Kranken­kasse ab. Es entstehen Ihnen keine zusätzlichen Kosten. Wenn Sie unsicher sind, ob – und welche Pflege­dienst­leistungen für Sie oder Ihre Angehörigen notwendig sind und von den Pflege- oder Krankenkassen übernommen werden, wir helfen Ihnen gerne weiter. Wir kümmern uns auch um die ärztlichen Verordnungen und nehmen Ihnen so viele Formalitäten ab, wie möglich – und das sind einige.

Der Pflegedienst springt für eine private Pflegeperson ein, wenn diese Urlaub machen will, durch Krankheit oder andere Gründe selbst an der Pflege gehindert ist (§ 39 SGB XI). Die Kosten für eine Ersatzpflege für längstens vier Wochen je Kalender­jahr übernimmt die Pflege­versicherung bis zu maximal 1.550 Euro.

Der Anspruch auf Verhinderungs­pflege besteht nicht sofort bei Eintritt der Pflegebedürftigkeit, sondern erst nachdem die private Pflege­person den Pflege­bedürftigen mindestens sechs Monate in seiner häuslichen Umgebung gepflegt hat. Eine Verhinderungspflege kann auch stundenweise in Anspruch genommen werden.

Unser Mobiler Sozialer Hilfsdienst (MSHD) hilft im Rahmen der sozialen Betreuung älteren und hilfsbedürftigen Menschen – ergänzend zu den pflegerischen Leistungen der Sozialstation – dabei, die alltäglichen Aufgaben auszuführen. Wir versuchen durch diese Dienst­leistung unsere Klienten bei ihrer Wieder­gewinnung, Verbesserung und ihrem Erhalt einer möglichst weitgehenden Selbst­ständigkeit zu unterstützen sowie bei der Gestaltung des täglichen Lebens zu helfen.

Zur hauswirtschaftlichen Versorgung gehören neben der Beaufsichtigung zur Entlastung von Angehörigen unter anderem ein Einkaufs­dienst, Bring- und Holdienst sowie Begleitung bei Arztbesuchen, Behörden­gängen und Spazier­gängen, die Zubereitung von Mahlzeiten, Reinigungs­arbeiten in der Wohnung und kleine praktische Hilfen, die keinen Handwerker erfodern.