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Pädagogische Rahmenkonzeption

Grundlagen unserer pädagogischen Arbeit

Das Kind im Mittelpunkt

In unseren Tageseinrichtungen steht das Kind mit seiner individuellen Lebenssituation im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit. Die Arbeit orientiert sich an den Bedürfnissen und Interessen der Kinder, ihrem familiären Hintergrund und ihrem sozialen und kulturellen Umfeld. Tageseinrichtungen sind Teil des Gemeinwesens, daher sind die Einbeziehung der Lebenswelt der Kinder außerhalb der Einrichtung in Orts- und Stadtteilen und die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen bewusster Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Die Kinder erfahren so die sozialen und sachlichen Gegebenheiten ihrer Lebensrealität, werden damit vertraut und lernen, damit umzugehen. Sie wachsen somit schrittweise in die Gesellschaft mit deren Anforderungen und Werten hinein.

Kinder brauchen Erwachsene, die ihr kindgemäßes spezifisches „Erleben der Welt“ ernstnehmen, verstehen und unterstützen und sie vor Gefahren schützen. In unseren Tageseinrichtungen ist die Beziehung zwischen Erzieher/innen und Kindern geprägt von Vertrauen, Wertschätzung und Akzeptanz. Der Aufbau von Vertrauen, die Vermittlung von Sicherheit sowie die verständnisvolle Begleitung von Lernprozessen in Lebens- und Erfahrungsräumen sind dabei wesentliche Bestandteile und Ziele unserer pädagogischen Arbeit.

Auch und insbesondere bei der pädagogischen Arbeit mit Kindern unter drei Jahren setzt die AWO OV Neuss auf Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die in ihrer Arbeitshaltung und Arbeitsweise an die individuellen Entwicklungsstufen und Lebenssituationen der Kinder anknüpfen und sensibel mit den damit verbundenen Bedarfslagen der Kinder umgehen.In enger Kooperation mit den Erziehungspartnern eröffnen sie den Kindern neue Lern- und Lebensbereiche.

Kinder sind von Natur aus neugierig. Sie verfügen über große Entwicklungspotenzialeund wollen sich die Welt auf ihre kindspezifische Weise aneignen. Sie haben Spaß daran, Neues auszuprobieren, ihre Umwelt zu entdecken und sie sich im Spiel anzueignen. Hierbei durchlaufen sie nachhaltige Lernerprozesse. Die Aufgabe unserer Tageseinrichtungen ist es, Kindern die individuellen Bedingungen zu schaffen, die es ihnen ermöglichen,sich wohl zu fühlen, neugierig zu sein, sich selbst zu bilden. Wir unterstützen die Kinder durch eine anregungsreiche und motivierende Spielumgebung und die Förderung erfahrungs- und handlungsbezogener Lernprozesse. Hierdurch können sich Kinder Schritt für Schritt die Welt aneignen und erfahren, wie die Dinge um sie herum funktionieren, sich wiederholen und veränderbar sind.

Eingewöhnung

Ausgehend von den spezifischen Bedürfnissen und der Lebenssituation der Kinder indieser Altersgruppe haben die Eingewöhnungszeit und die damit verbundene Ablösungsphase vom Elternhaus einen besonderen Stellenwert. Die Gestaltung des Tagesablaufes,die Mahlzeiten, die Aktions- und Ruhephasen und die notwendige Pflege orientieren sichim Umgang mit den Kindern an deren individuellen Bedarfslagen.

Mit der Aufnahme in eine Tageseinrichtung beginnt für ein Kind ein neuer Lebensabschnitt, der mit einem zeitweisen Abschied von den gewohnten und vertrauten Bezugspersonen verbunden ist. Für die Kinder bedeutet dies, dass sie neue Beziehungen aufbauen und Bezugspersonen finden. Diese Sozialisationsphase ist mit einer hohen – vorallem emotionalen – Lernleistung verbunden und kann prägend sein für die jetzige und künftige Selbstsicherheit des Kindes im Umgang mit neuen Lebenssituationen.

Daher ist die Eingewöhnungsphase ein entscheidender Schlüsselprozess, den wir unter Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse und Lebensgewohnheiten der Kinderund Eltern differenziert vorbereiten und gestalten. Das grundlegende Ziel der Eingewöhnung besteht darin, während der Anwesenheit der Bezugsperson eine tragfähige Beziehung zwischen Fachkraft und Kind aufzubauen

Bildung ist Selbstbildung

Kinder lernen von Anfang an und haben Anspruch auf eine individuelle und unterstützende Förderung ihrer Persönlichkeitsentwicklung. In der Umsetzung des Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrages, der sich auf alle Altersgruppen bezieht, entwickeln, planen und gestalten unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für die Kinder Angebote und Lernsituationen in denen sie in der Entwicklung unter Berücksichtigung ihrer alters-und entwicklungsspezifischen Bedürfnisse gefördert werden.

Unsere Bildungsarbeit in der Tageseinrichtung für Kinder orientiert sich an dem Leitbild der AWO, dem gesetzlich verankerten Auftrag im Kinderbildungsgesetz (KiBiz) NRW, der Bildungsvereinbarung NRW und damit verbundenen Grundsätzen zur Bildungsförderung für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Kindertageseinrichtungen und Schulen im Primarbereich und an fachwissenschaftlichen Erkenntnissen.

Kompetenzen fördern und stärken – Vor dem Hintergrund dieses umfassenden Bildungsverständnisses steht in unseren Kindertageseinrichtungen die – dem Alter und Entwicklungsstand des Kindes entsprechende – Unterstützung und Förderung nach den folgenden zehn Bildungsgrundsätzen.

Viele Entwicklungsschritte haben ihre Grundlagen in der körperlichen Bewegung des Kindes. Die Entwicklung von Handlungskompetenz ist mit dem Erwerb von fein- und grobmotorischen Fähigkeiten eng verknüpft. Die damit verbundenen Möglichkeiten, sichauszudrücken, haben maßgeblichen Einfluss auf das Selbstbewusstsein und das Bildungspotenzial von Kindern.

In unseren Tageseinrichtungen werden Kinder in ihrem Grundbedürfnis nach Bewegung intensiv unterstützt und gefördert. Sie erhalten umfangreichen Freiraum und unterschiedliche Impulse, um ihrem Bewegungsdrang nachzukommen und werden ermutigt, sich zu erproben. Zudem lernen sie, ihre Möglichkeiten auszuweiten und ihre Grenzen einzuschätzen. Sie erhalten vielfältige Gelegenheiten zur Entwicklung fein- und grobmotorischer Kompetenzen. Die Mehrzweckräume unserer Kindertageseinrichtungen stehen den Kindern für freie und experimentelle Bewegungsgestaltung zur Verfügung.

Der Umgang mit der körperlichen Neugier von Kindern ist ein zentraler Baustein der kindlichen Entwicklung. Das Erforschen des eigenen Körpers ist für die Kinder notwendig, um Ich-Identität aufzubauen und sich ihres Geschlechts bewusst zu werden. Da der Umgang mit Körperkontakt (Berührung, Zärtlichkeiten) stark von kulturellen, religiösen undfamiliären Vorstellungen abhängig ist, behandeln und reflektieren wir das Thema Körperund Sexualität im Team und beziehen die Eltern ein.

Die Kinder erhalten täglich ein Frühstück, warmes Mittagessen und nachmittags eine gesunde Zwischenmahlzeit. Bei allen Mahlzeiten wird auf eine qualitativ hochwertige Ernährung geachtet.

Bei den Mahlzeiten achten wir darauf, dass sie kindgerecht und ernährungsphysiologisch ausgewogen sind. Bei der Auswahl werden kulturelle und religiöse Aspekte, individuelle Ernährungsvorschriften sowie besondere Wünsche und Bedürfnisse der Kinder berücksichtigt. Bei den Mahlzeiten und im Rahmen von Projekten und Angeboten lernen die Kinder die Herkunft, den Einkauf und die Zubereitung gesunder Nahrungsmittel kennen. Die Kinder werden in die Auswahl der Mahlzeiten einbezogen.

Zeiten der Ruhe und Entspannung sind für die Gesundheit der Kinder von großer Bedeutung. Kinder brauchen im Alltag ausreichend Zeit und Raum zur geistigen und körperlichen Erholung, um Abstand von äußeren Anforderungen und einen eigenen Ruhepunktfinden zu können. In unseren Tageseinrichtungen sind die Entspannungsbereiche so gestaltet, dass die Kinder sich darin geborgen und wohl fühlen können. Die Kinder haben das Recht, sich ihren individuellen Bedürfnissen entsprechend zu entspannen bzw. zurückzuziehen.

Kinder lernen zum großen Teil in kommunikativen Prozessen mit anderen Kindern und mit Erwachsenen. Denken und Sprache gehören dabei zusammen: Wissen wird durch Sprache aufgebaut, Bedürfnisse und Wünsche durch Sprache geäußert. Der Erwerb sprachlicher Kompetenzen ist daher von zentraler Bedeutung und wird in unseren Kindertageseinrichtungen durch vielfältige Situationen und Angebote alltagsintegriert unterstützt und gefördert.

Dabei ermöglichen wir den Kindern, ihre Gehörbildung, ihren Wortschatz, ihre Satz- und Lautbildung und ihre Kommunikationsfähigkeit zu erweitern. Die Kinder lernen, Fragen zu begreifen und zu beantworten, zu erzählen und zuzuhören. Sie lernen, Konfliktesprachlich zu klären, Sachthemen und Geschichten zu verstehen, wiederzugeben und zu besprechen. In der Mehrsprachigkeit von Kindern und Mitarbeiter/innen sehen wir eine besondere Kompetenz.

Wir unterstützen die Kinder darin, sowohl in ihrer Heimatsprache als auch in Deutsch kommunizieren zu können. Die Mitarbeiter/innen begreifen sich in ihrem eigenen Umgang mit Sprache als Lern- und Verhaltensmodell.

Zur Entwicklung sozialer Wertmaßstäbe erhalten die Kinder Orientierung und Kriterien, an denen sie ihr Handeln, ihre Entscheidungen und die Folgen für sich und andere altersentsprechend wahrnehmen und bewerten können. Diese leiten sich vom Menschenbild und den Werten der Arbeiterwohlfahrt ab: Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gerechtigkeit und ökologisches Bewusstsein.

Die Kinder lernen partnerschaftlich, gewaltfrei und gleichberechtigt miteinander umzugehen. Sie werden in die Lage versetzt, Konflikte nach demokratischen Regeln auszutragen und individuelle soziale, ethnische und soziokulturelle Unterschiede zu respektieren und zu achten.

Kreativität zählt zu den wichtigsten Lebenskompetenzen und umfasst alle Lebensbereiche. Kreativität in Tageseinrichtungen für Kinder geht über den gestalterischen Bereich hinaus und ist insbesondere Problemlösungskompetenz. Hierbei kommt dem Spiel als wesentliche Ausdrucksform des Kindes eine besondere Bedeutung zu.  Wir fördern die Phantasie der Kinder und ihre Wahrnehmungs-, Ausdrucks- und Erlebnisfähigkeit und unterstützen ihre speziellen Begabungen. Sie erhalten Freiräume zum Entdecken und Experimentieren sowie vielfältige Impulse und Hilfestellung im kreativen Umgang mit Materialien.  Wir fördern musische Erfahrungen, wie Singen, Musik hören, Klänge und Rhythmen wahrnehmen und nachahmen, den Umgang mit Formen und Farben, Rollen- und Theaterspiele, Tanzen und den Einsatz von Instrumenten.

In unseren Tageseinrichtungen lernen und leben Kinder und Erwachsene verschiedener Kulturen miteinander. Interkulturelle Öffnung ist dabei unsere Leitidee. Die Kinder können durch Offenheit und Neugier Gemeinsamkeiten entdecken und sich gegenseitig anUnterschiedlichkeiten bereichern. Interkulturelles Lernen ist ein wichtiger Prozess für alle Kinder. Er zeigt ihnen Wege und Möglichkeiten auf, in unserer facettenreichen und multikulturell geprägten Welt den Alltag zu meistern und wichtige Ressourcen für die Zukunft aufzubauen.

Wir unterstützen die Kinder, Entscheidungen zu treffen und die Folgen ihrer Handlungenfür sich und andere in den Blick zu nehmen. Die Ausübung unterschiedlicher Religionen wird selbstverständlich akzeptiert, ohne diese zum Mittelpunkt der pädagogischen Alltagsgestaltung zu machen.

Die Welt steckt voller Zahlen und Formen. Kinder erleben Mathematik in für sie interessanten und bedeutsamen Zusammenhängen. Im Rahmen von Bewegungsangeboten nehmen Kinder immer wieder verschiedene räumliche Perspektiven ein. Beim Backen und Kochen wird gewogen, beim Bauen mit geometrischen Formen experimentiert. Wir nutzen die gesamte Einrichtung sowie Alltags- und Spielmaterialien für die mathematische Bildung. Kinder erleben sich als Forscher und Entdecker.

Dabei geht es nicht um das frühe Einüben von Fertigkeiten oder vorschnelle Lösungen. Vielmehr sehen wir es als unsere Aufgabe, bei den Kindern die Freude am Entdeckenund am Lösen kniffliger Probleme zu wecken und eine positive Haltung zur Mathematikzu fördern.

Kinder erschließen sich die Natur mit allen Sinnen und machen dabei erste naturwissenschaftliche Erfahrungen. Die Fragen der Kinder werden zum Anlass genommen, gemeinsam nach Erklärungen zu suchen und den Dingen auf den Grund zu gehen. Kinder sollen ihre Umwelt bewusst wahrnehmen, biologische, physikalische und chemische Eigenschaften erfahren sowie technische Geräte erkunden. Kinder möchten in erster Linie die Phänomene in ihrem Alltag verstehen.

Deswegen setzen wir auch hier an den konkreten Lebenssituationen der Kinder an. Antworten auf naturwissenschaftliche Fragen erhalten wir im Alltag: In der Natur, in der Küche, beim Putzen oder im Sanitärraum. Durch besondere Angebote verfolgen wir einzelne Fragen der Kinder weiter und bearbeiten sie intensiver.

Pflanzen, Tiere und Menschen leben gemeinsam auf unserer Erde. Alle sind von einanderanhängig. Somit ist es uns wichtig, den Kindern einen achtsamen Umgang mit der Natur und unseren Ressourcen vorzuleben und zu vermitteln. Im Vordergrund stehen hier praktische Angebote (bspw. Waldtage) und Projekte, die den Kindern den Umweltschutz nahebringen. Haben Kinder zu ihrer Umwelt eine Beziehung aufgebaut, erkennen sie Zusammenhänge und können eigene Verhaltensweisen entwickeln.

Kinder lernen Ihre Umwelt als unersetzlich aber auch verletzbar kennen. Altersentsprechend können Kinder Verantwortung für sich, für ihr Handeln und den Umgang mit Natur und Umwelt übernehmen. Je früher Kinder an diese Verantwortung herangeführt werden, umso nachhaltiger werden sie diese Aufgabe auch in Zukunft übernehmen wollen.

Kinder wachsen mit einer Vielzahl von Medien auf und nutzen diese je nach Verfügbarkeit. Durch vielfältige Angebote vermitteln wir den Kindern Basiswissen, mit dem sie ihre Orientierungs- und Handlungsmöglichkeiten erweitern und vertiefen können.

Hierzu gehört die Vermittlung von Grundwissen über den Umgang mit Informations- und Kommunikationsmedien sowie die alters- und situationsgerechte Vermittlung von Problemlösungsstrategien. Wir unterstützen die Kinder dabei, neue Informationen verstehen, selektieren und bewerten zu können. Unser Ziel ist es, sie für einen souveränen und eigenverantwortlichen Umgang mit Medien zu stärken.

Entwicklungsbeobachtung und Dokumentation

Um Kinder entsprechend ihrer Bedürfnisse, Fähigkeiten und Herkunft individuell in ihrerEntwicklung unterstützen zu können, ist für die Planung, Umsetzung und Reflexion von Bildungsprozessen eine qualifizierte Entwicklungsbeobachtung notwendig.

Auf Grundlage der Situationsanalyse und der regelmäßigen Entwicklungsbeobachtungnach „Auf einen Blick“ (Schnecke) leiten wir Ziele, Schwerpunkte und Maßnahmen fürdie ganzheitliche pädagogische Bildungsarbeit ab. Im Mittelpunkt stehen auch dabei die Bedürfnisse, Interessen und aktuellen Themen der Kinder.

Im Rahmen der gesetzlich verankerten alltagsintegrierten Sprachförderung arbeiten wir mit dem Beobachtungsbogen BaSiK.

Partizipation

Wir sind demokratischen Werten und Rechten verpflichtet. Das gilt für Kinder, Elternund Mitarbeiter/innen. Kinder informieren wir über ihre Rechte und Möglichkeiten und beteiligen sie an Themen und Entscheidungen so weit wie möglich. Dadurch lernen sie, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen und werden ermutigt, sich ihre eigene Meinung zu bilden. Wir vermeiden es, den eigenen Lösungswegen der Kinder vorzugreifen. Mit der Umsetzung von Partizipation in unseren Kindertageseinrichtungen üben Kinder den Umgang mit demokratischen Spielregeln.

Mitbestimmung und Teilhabe heißt jedoch nicht, Erwachsenen aus ihrer Verantwortung zu entlassen. Unsere Mitarbeiter/innen schützen das körperliche und seelische Wohl der Kinder. Sie haben die Aufgabe, dort, wo es notwendig ist, Grenzen zu setzen.

Die konzeptionelle Verankerung von Partizipation soll unseren Kindern zu ihrem Recht verhelfen. Dabei gilt es, die Macht der pädagogischen Fachkräfte über die Kinder demokratisch zu begrenzen und die Kinder damit letztlich vor Missbrauch zu schützen.

Kinderrechte
Eine wichtige Rolle für die Entwicklung der Kinder spielt die Umsetzung der Kinderrechte. Diese Kinderrechte basieren auf der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen. Die Kinder lernen, welche Rechte sie haben und wie sie diese wahrnehmen können. Darüber hinaus gibt es in allen Einrichtungen Regeln für die Kinder und die Erwachsenen, die ein demokratisches Miteinander ermöglichen.

Inklusion

Wir treten für eine Pädagogik ein, die sich grundsätzlich an den Bedürfnissen der Kinder orientiert und eine bewusste Förderung des Zusammenlebens aller Menschen zum Ziel hat. Daher ist der Inklusionsgedanke für uns bindend. Bei uns wird niemand ausgeschlossen. Jedes Kind wird um seiner selbst willen wahrgenommen, akzeptiert und wertgeschätzt. Inklusion bedeutet für uns eine Grundhaltung, welche die Kinder nach ihren individuellen Bedürfnissen fördert und Vielfalt und Verschiedenartigkeit als Chance erlebt, voneinander zu lernen. Wir sind bestrebt, Barrieren für Spiel und Partizipation für alle Kinder auf ein Minimum zu reduzieren.

Allen Kindern wird die Möglichkeit gegeben, die eigenen Entwicklungspotenziale vielseitig auszuschöpfen. In einem Miteinander, in dem es normal ist, anders zu sein, kann ge- genseitige Wertschätzung wachsen. Individuelle Spiel- und Lernangebote gehen auf die besonderen Bedürfnisse ein.

Für die Kinder mit Behinderungen entsteht in Zusammenarbeit mit Frühförderstellen und anderen Fachdiensten und Therapeut/innen ein individuelles Förderkonzept.

Kritik und Beschwerden

Wir sorgen in unseren Kindertageseinrichtungen für ein positives Verständnis gegenüber Beschwerden. Konstruktive Kritik bietet die Chance der ständigen Verbesserung. Dieses Ziel verfolgen wir konsequent auch im Rahmen unseres Qualitätsmanagements. Kinder und Eltern haben das Recht, Unzufriedenheit zu äußern. Wir nehmen Kritik ernst und geben der Klärung Raum und Zeit.