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Ambulanter Pflegedienst

Gesamtergebnis in der aktuellen MDK-Prüfung: sehr gut (1,3)

Dienstleistungen für Menschen, die Unterstützung benötigen, gehören seit mehr als 60 Jahren zu unseren ureigensten Aufgaben. So zählt auch die ambulante Pflege zu unseren Kernkompetenzen und das nicht erst seit jüngster Zeit.

Seit Jahren betreut unsere Sozialstation Personen, die aufgrund ihres Alters, ihrer Krankheit oder sonstiger Umstände auf Hilfe zu Hause angewiesen sind. Das entlastet Angehörige und Pflegebedürftige gleichermaßen.

Unsere speziell ausgebildeten Pflegekräfte ermöglichen es so vielen Menschen, weiterhin im geliebten Zuhause leben zu können. Unsere Pflege­dienst­leistungen erfüllen natürlich alle gebotenen Anforderungen und Standards. Regelmäßige Fortbildungen und Qualifizierungs­module halten unsere Pflege­kräfte ständig auf aktuellem Informations­niveau. Aber wir glauben noch etwas mehr zu leisten, etwas, das sich mit den Kassen nicht abrechnen lässt.

Das etwas mehr an Zeit, das wir uns als traditioneller Wohlfahrtsverband leisten, der sich nicht ausschliesslich aus Kassen­pflegesätzen finanzieren muss. Freundlichkeit und Wärme geben den Patienten ein Gefühl von Sicherheit und helfen, die Hilflosigkeit und sogar körperliche Beschwerden besser zu ertragen. Der Mensch steht für uns im Mittelpunkt und Menschen brauchen Vertrauen.

Ambulante Pflege. Sie versorgt alte, kranke und behinderte Menschen in ihrem eigenen Zuhause. Mobile Dienste ergänzen oder ersetzen die häusliche Pflege durch Angehörige oder anderes ehren­amtliches Personal. Ambulante Pflege ist sinnvoll, wenn die Wohn­situation eine angemessene Pflege räumlich zulässt, oder ggf. den veränderten Bedürfnissen des Pflegebedürftigen angepasst wurde. Wenn der Pflegebedürftige noch alleine leben kann, oder mit Angehörigen zusammen lebt, die mit dem Pflege­dienst zusammen die Versorgung sicher stellen. Um – evtl. in Kombination mit der Tagespflege oder Kurzzeit­pflege – den Umzug in eine stationäre Einrichtung zu vermeiden oder hinaus zu schieben. In der ambulanten Pflege unterscheidet der Gesetz­geber zwischen Pflegeleistungen der Grundpflege und Leistungen der Behandlungspflege.

Grundpflege. Hierzu zählen Körperpflege (Waschen, Baden, Duschen sowie Haar-, Mund-, Zahn- und Nagelpflege), Unterstützung beim An- und Auskleiden, Lagern und Betten, Nahrungsaufnahme, Mobilisation (Mindest­einsatzdauer: 15 Minuten), Hilfe bei Behörden­gängen und Arzt­besuchen, Beheizen des Wohn­bereiches, Einkaufen, Zubereitung von Speisen, Reinigen der Wohnung sowie Wäsche und Pflege und Kleidung. Die anfallenden Betreuungs­leistungen richten sich nach dem Pflege­vertrag, der aufgrund des Hilfe­bedarfes geschlossen wurde. Die Kosten werden entsprechend mit den Versicherungen abgerechnet.

Behandlungspflege. Sie beinhaltet Leistungen, die ausschliesslich nach ärztlicher Verordnung durch den Haus- oder Facharzt geleistet werden. Dies ist dann der Fall, wenn der Pflege­bedürftige aufgrund seiner Erkrankung, behandlungs­pflegerische Maßnahmen nicht selbst, und auch kein Angehöriger diese ausführen kann. Die Verordnung muss von der Kranken­kasse genehmigt werden. Zu diesen Leistungen gehören beispielsweise Verbandswechsel, Injektionen, Blutdruck- und Blutzuckerkontrolle, Wundversorgung, medizinische Einreibungen und Medikamenten­kontrolle oder die Gabe von Augen­tropfen. Unsere Leistungen rechnen wir direkt mit der Kranken­kasse ab. Es entstehen Ihnen keine zusätzlichen Kosten. Wenn Sie unsicher sind, ob – und welche Pflege­dienst­leistungen für Sie oder Ihre Angehörigen notwendig sind und von den Pflege- oder Krankenkassen übernommen werden, wir helfen Ihnen gerne weiter. Wir kümmern uns auch um die ärztlichen Verordnungen und nehmen Ihnen so viele Formalitäten ab, wie möglich – und das sind einige.

Häusliche Pflege. Die meisten Menschen, die pflegebedürftig werden, möchten wenigstens Ihre vertraute Umgebung behalten. Der ambulante Pflegedienst ist genau darauf ausgerichtet, diese Lebensqualität zu erhalten.

Leistungen der Häuslichen Pflege werden von den Versicherungen besonders gefördert. Sie werden in einem Haushalt erbracht und umfassen Hilfe bei der Körper­pflege, Ernährung und Nahrungs­zubereitung, Mobilität und Unterstützung bei der hauswirtschaftlichen Versorgung. Der Umfang ergibt sich aus dem in der Pflege­stufe festgelegten Hilfebedarf. Dieser wird beim Erstbesuch unserer Pflegefachkraft in Ihrem Haushalt individuell festgelegt.

Bei diesem Besuch geht es neben dem Kennenlernen um die Feststellung des persönlichen Hilfebedarfes. Umfassende Information über die individuelle Pflegesituation ist hier besonders wichtig für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Hilfe­leistungen, die durch Angehörige, Freunde oder Nachbarn geleistet werden sind ebenso wichtig, wie die Auflistung des tatsächlichen Hilfe­bedarfes –da sollte nichts aus Scham verschwiegen werden. Danach erstellen wir einen Pflegeplan und arbeiten den entsprechenden Pflegevertrag aus.

Verhinderungspflege. Der Pflegedienst springt für eine private Pflegeperson ein, wenn diese Urlaub machen will, durch Krankheit oder andere Gründe selbst an der Pflege gehindert ist (§ 39 SGB XI). Die Kosten für eine Ersatzpflege für längstens vier Wochen je Kalender­jahr übernimmt die Pflege­versicherung bis zu maximal 1.550 Euro. Der Anspruch auf Verhinderungs­pflege besteht nicht sofort bei Eintritt der Pflegebedürftigkeit, sondern erst nachdem die private Pflege­person den Pflege­bedürftigen mindestens sechs Monate in seiner häuslichen Umgebung gepflegt hat. Eine Verhinderungspflege kann auch stundenweise in Anspruch genommen werden.

Hauswirtschaftliche Versorgung. Unser Mobiler Sozialer Hilfsdienst (MSHD) hilft im Rahmen der sozialen Betreuung älteren und hilfsbedürftigen Menschen – ergänzend zu den pflegerischen Leistungen der Sozialstation – dabei, die alltäglichen Aufgaben auszuführen. Wir versuchen durch diese Dienst­leistung unsere Klienten bei ihrer Wieder­gewinnung, Verbesserung und ihrem Erhalt einer möglichst weitgehenden Selbst­ständigkeit zu unterstützen sowie bei der Gestaltung des täglichen Lebens zu helfen.

Zur hauswirtschaftlichen Versorgung gehören neben der Beaufsichtigung zur Entlastung von Angehörigen unter anderem ein Einkaufs­dienst, Bring- und Holdienst sowie Begleitung bei Arztbesuchen, Behörden­gängen und Spazier­gängen, die Zubereitung von Mahlzeiten, Reinigungs­arbeiten in der Wohnung und kleine praktische Hilfen, die keinen Handwerker erfodern.